“Mecht ma goa ned glaubm.” | Gschwendtalm 2019

Heute auf der Gschwendtalm setzt sich der Thomas neben mich. Nennen wir ihn Thomas. Die Sonne scheint, die Kuhglocken läuten im Hintergrund, der Kaffee schmeckt. Wir kommen ins Gespräch.

Er ist mit dem Mountainbike unterwegs und will dann den Wanderweg runter nehmen, weil wenn er auf der Forststraße fährt, “des homs ned so gern”.

Als Ingenieur ist er im Tiefbau tätig und bei der Gemeinde angestellt. Ob es denn ein Nachwuchsproblem gäbe, weil alle an die Uni zum Studieren gehen, will ich wissen. “Jo, des is so”, bestätigt er.

Nur die Ausländer kommen nach, meint er dann. Ich halte kurz die Luft an. Ob die aus verschiedenen Ländern kommen oder eher nur aus einem, will ich wissen.

“Hauptsächlich Jugos.”

??? Hab ich eine Zeitreise gemacht?

“Und a poa Türken.”

“Des san oba guade Leid, de Ausländer. Des mecht ma goa ned glaubm. Oba des is wirklich so.”

Mhm.

“Sogoa de Türken. Obwois imma so schimpfn üba de, oba do san echt guade Leid dabei.”

Echt.

“Und bei de Österreicher gibt’s a immer a boa Deppen”, sagt der Thomas noch mit einem Grinser, bevor er aus dem Liegestuhl aufsteht und sich verabschiedet. Die Sonne ist weg, kalt ist es geworden, er muss los, “sunst wird’s zfrisch”.

Well, that took a good turn.

Hätt i goa ned glaubt.


 

Soundbubble von der Gschwendtalm:


 

Photos, Audio & Text: Kerstin Schachinger

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